06. August 2020

GESELLSCHAFT

Bankerl prägen das Marchtrenker Stadtbild

Bankerl prägen das Marchtrenker Stadtbild


In Marchtrenk sieht man sie inzwischen überall: Holzbankerl. Sie prägen ein Stadtbild der Gemütlichkeit. Seit Jahren stellt die Gemeinde die hölzernen Sitzplätze auf Wunsch der Bürger auf. Mittlerweile sind es Dutzende. Jedes Bankerl hat einen speziellen Namen. Auf dem Jüngsten steht in bunten Buchstaben „Kinderparadies“. Es wurde im Kindergarten 1 angeliefert und von Bürgermeister Paul Mahr und Kindergartenleiterin Andrea Schwarzl in Position gebracht (Bild). Andere Verweilplätze tragen beispielsweise die Namen „Erinnerungsbankerl“, „Rastplatzerl“, „Relax-Bankerl“ und „Das schönste Platzerl“ steht im Schubertpark.
In der Neptunstraße trifft man auf das „Nachbarschaftsbankerl“, das nicht nur von Maria Roithmair und ihrer Tochter sehr geschätzt wird. Es wandert durch die Siedlung, quasi von Nachbar zu Nachbar, und bietet den Bewohnern Anlass und Gelegenheit für ungezwungene Plauscherl. Bei diesen Nachbarschaftstreffen werden auch kulinarische Schmankerl ausgetauscht.
Marchtrenker, die in ihrer Stadt noch Orte kennen, zu denen ein Bankerl zum Ausruhen passt, können sich jederzeit beim Stadtamt melden. Stadtchef Paul Mahr verspricht ehestmögliche Realisierung und ersucht, „dass die Leute gleich einen kreativen Namensvorschlag mitliefern“.

Erste Frau im Vorstand der OÖ-Versicherung


Nach zehn Jahren an der der Spitze der Oberösterreichischen Versicherung bereitet Dr. Josef Stockinger (Bildmitte) die Hofübergabe vor. Der 63-Jährige informierte den Aufsichtsrat, dass er sich mit Jahresende als Vorstandsvorsitzender zurückziehen werde. Die Weichen für die Nachfolge wurden schon gestellt. Mit 1. Jänner 2021 übernimmt Generaldirektor-Stellvertreter Mag. Othmar Nagl (51) die Funktion Josef Stockingers. Nagl (rechts) kam vor 22 Jahren zur OÖ-Versicherung und ist als Finanzexperte für die Versicherungstechnik zuständig. Schon mit 1. Oktober kommt Mag. Kathrin Kühtreiber-Leitner (46) in der OÖ-Versicherung als erste Frau in eine Vorstandsfunktion. Sie wird verantwortlich für den Vertrieb.

Hörschingerin mit Zivilcourage-Preis geehrt


Die gebürtige Linzerin Ute Bock, 2018 mit 75 Jahren verstorben, hat sich jahrzehntelang in Wien für geflüchtete Menschen eingesetzt. Um ihr Engagement zu würdigen, wurde 1999 der Preis für ZIvilcourage ins Leben gerufen, dessen erste Preisträgerin sie auch war.
Heuer wurde der Ute-Bock-Preis von SOS-Mitmensch an Andrea Mayrwöger (Bild) aus Hörsching verliehen. Die 39-Jährige engagiert sich seit 2015 ehrenamtlich für geflüchtete Menschen und ist auch Gründerin von „Hörsching hilft“. Seit 2019 ist Andrea Mayrwöger auch Obfrau des Vereins „Fairness Asyl“, der sich für faire Asylverfahren einsetzt. In ihrer Dankesrede für den Zivilcourage-Preis wies die Hörschingerin unter anderem darauf hin, dass „der Rechtsstaat besonders im Bereich Asyl und Menschenrechte sehr strapaziert wird“ und „immer wieder Menschen in Kriegsgebiete abgeschoben werden.“