06. August 2020

AKTUELLES

Linzer Fotograf besitzt weltweit größte Porsche-Sammlung

1.000 Rennautos als Modellbau-Schatz


Werner Leutner (61) mit einem Audi-Silberpfeil aus den 1930er-Jahren. Der gebürtige Waldviertler erlernte die Berufe Koch und Kellner, ehe er mit 22 Jahren die Liebe zur Fotografie entdeckte. Nach der Fotografen-Lehre machte er sich selbständig und bildete selbst Lehrlinge aus. Unten: Leutners einzigartige Porsche-Sammlung.

Es riecht nicht nach Benzin, kein Motor lärmt, doch einem Motorsportfan gehen hier die Augen über und das Herz auf. Der Linzer Fotograf Werner Leutner besitzt eine der größten Rennauto-Modellsammlungen der Welt. Seine Porsche 917-Kollektion ist einzigartig.


Zu Leutners Modellbau-Schatz gehören auch sämtliche Formel 1-Boliden von Ferrari im Zeitraum 1950 bis 2018 (oben) und der achträdrige Fake-Ferrari (rechts). Werner Leutner hat auch alle Autos aller Formel 1-Österreicher.

Am Anfang dieser Geschichte stand ein Freund, der Ferrari-Modelle sammelt. Das gefiel Werner Leutner. Die Lunte begann zu brennen. Vor zehn Jahren sah dann Werner in Velden in einem Schaufenster einen Porsche 917. „Ich habe den Wagen gekauft,“ erzählt der Fotograf. Das war der Urknall! Nun besitzt er etwa 1.000 Rennauto-Modelle. Die meisten sind im Maßstab 1:43, also etwa zehn Zentimeter groß und in Manufakturen aus Kunstharz, Kunststoff oder Metall gefertigt.
Das Prunktstück in Leutners Sammlung ist die Porsche-Abteilung. Dort stehen 370 Versionen vom 917er. „Jeden Morgen bevor ich zur Arbeit fahre, schaue ich im Internet, ob es was Neues am Porsche-Sektor gibt. Wenn ja, und die Qualität stimmt, schlage ich zu,“ lacht Werner.
Wieviel er schon in sein Hobby gesteckt hat?
„Für dieses Geld kriegst du schon einen Haus-Rohbau“. Allein die Portokosten für die Zustellung schätzt Leutner auf 15.000 Euro.
Zu seiner Formel 1-Sammlung gehören auch Besonderheiten wie der Brabham-Staubsauger mit Ventilator im Heck, die sechsrädrigen Tyrrell (4 Räder vorne) und March (4 Räder hinten) und ein achträdriger Ferrari, der 1976 von Ferrari bewusst als Foto-Fälschung in die Welt gesetzt worden ist, um von einem ins Auge gefassten Start Ferraris beim legendären Indianapolis 500-Rennen in den USA abzulenken. Aus diesem Start wurde nichts. Leutner besitzt allerdings den Fake-Ferrari.